Ein weiteres Wunder in der „Lindenstrasse“ oder Es ist halt TV….

Hallo,

erstmal oute ich mich jetzt als teuer Lindenstrassenanhänger, nein, stopp, Anhänger ist zu viel des guten, ich gucke Lindenstraße gerne, bin aber kein Fan, kenne ausser Uecker niemanden mit Realname, vermutlich ist es auch eher Gewohnheit, aber darum soll es hier nicht gehen.

2006 Kryosperma leicht gemacht

Das Frauenpaar Schildknecht / Richter beschließt per Samenspende ein Kind zu bekommen, innerhalb von 28min (die immerhin das Geschehen eines ganzen Donnerstags beinhalten und über Gespräche sogar alles wissenswerte der Woche rüberbringen) haben die beiden sowohl die Entscheidungsfindung, die Art der Befruchtung und eine Kryobank im Ausland gefunden, die natürlich sofort den perfekten Spender auf Lager hat.

18:40 Uhr am Sonntag darauf klingelt es auch schon an der Tür und ein netter Herr steht mit einem Silbernentank vor der Tür und liefert das flüssige Gold. Pünktlich zum ES, ohne lange Vorbereitung verschwinden die beiden im Bett und 2 Wochen später halten sie ein eindeutiges positiv in den Händen.

2008 Der Privater Spender

Im Hause Kling herrscht dicke Luft, Olaf schafft es einfach nicht seine Ines zu schwängern, diese hat die Schnauze voll und plant ihrem Gatten ein Kuckkuckskind unterzuschieben, der sexy (kotz) Julian hat ehe gerade eine Wette laufen, dass er die Zuckerbäckerin ins Bett bekommt von daher willigt er sofort ein sich als privaten Spender zur Verfügung zu stellen. Ohne Vorgespräche, ohne das auch nur ein Gedanke an die Rechtslage verschwendet wird soll es los gehen, es scheitert letztlich weil Ines ihren Olaf nicht betrügen will.

2011 Die Leihmutter von nebenan

Nachdem man uns weiß machen wollte, das Kryosperma im Grunde genauso leicht zu bekommen ist wie Eiscreme und die Handhabung nicht schwerer ist als das Einführen eines Tampon geht es dieses Jahr weiter. Das Hetropaar Sandra und Vasili Sarikakis wünscht sich ein Baby, ihr wurde nach einer FG mit Sepsis aber die Gebärmutter entfernt, was tun? Ganz einfach, man nimmt sich eine Leihmutter, diese ist schnell gefunden bzw bekommt die Kellnerin Jake zufällig  Wind von dem Problem, kurze Preisverhandlungen, 10 000 Euro jetzt 10 000 Euro wenn das Baby da ist, fertig. Kein Wort zum Ablauf, welche Risiken und zur Rechtslage bekommt man nur die Info, dass Leihmutterschaft in Deutschland verboten ist und sie daher in die Tschechei ausweichen müssen.

Und wieder geht alles ganz schnell, die Leihmutter steht fest und eine Woche drauf befinden sich die 3 schon in der Tschechei zwecks Hormontherapie und natürlich klappt es sofort beim ersten Versuch.

Wie das ganze ausgeht ist noch unbekannt, bisher ist es geplant, dass Jake weiterhin dabei bleibt durch ein One night Stand schwanger geworden zu sein, zufällig wird Sandra Sarikakis kurz darauf auch schwanger ( natürlich per Umschnallbauch), zur Geburt geht es dann wieder in die Tschechei von wo Sandra und Vasili als glückliche Eltern wiederkommen wollen und Jake ohne Baby eine traurige Geschichte von einer Horrorgeburt, die letztlich im Tot des Kindes endete für die Freunde parat hat.

Auf der einen Seite begrüße ich es, dass die Lindenstrasse nicht nur Olympia, die Fußball WM oder politische Ereignisse in die Handlung einbaut, sei es durch einen intensiven Blog zu dem Thema oder ein kurzes Gespräch am Küchentisch aufnimmt, aber es ärgert mich, dass wieder so getan wird als wäre es total easy eine Leihmutter zu finden. Gut noch weiß niemand wie es ausgeht und ob Jake es wirklich übers Herz bringt das Baby zu übergeben, aber alleine die Tatsache, dass wieder alles in so kurzer Zeit geregelt werden konnte finde ich unmöglich.

Ich weiß noch wie auf der Lindenstrassewebseite die Pinnwand wegen der Kryospermasache überlief, ich fing damals gerade an mich intensiv mit dem Thema zu beschäftigen, hatte gerade erste Kontakte zu meinem Spender und dachte wirklich wieso das Risiko wenn man so leicht und schnell an Kryosperma kommt und so teuer kann es ja  nicht sein, eine angestellte Friseurin und eine Arbeitslose Lektorin, ich war dann doch geschockt als ich die Preise sah, nicht fürs Sperma sondern die fürs Kühlsystem.  Damals hagelte es eine Reihe von Protestbriefen, leider war die einzige Reaktion der Redaktion das Löschen negativer Beiträge, aber bei uns im Spenderforum gab es einige Diskussionen dazu. Wie seht ihr das, muss man das ganze unter dem Mantel „Hauptsache es wird  thematisiert“ sehen oder dann lieber gar nicht?

Natürlich weiß ich, dass es durchaus auch beim ersten Versuch klappen kann, mein Sohn ist auch so ein Wunder, danach brauchte es noch 8 und 16 Versuche bis ich meine Kleine im Arm hielt, dass will ich auch nicht n Frage stellen, aber die Schnelligkeit und Oberflächlichkeit mit der das Thema Leihmutter und Spendersamen behandelt wird stört mich etwas.

Wie seht ihr das?

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